GP Singapur 2026: Verstappen gewinnt bei seinem 250. Start

Foto: Getty Images / Red Bull Content Pool
Max Verstappen hat bei seinem 250. Start in der Formel 1 den Großen Preis von Singapur gewonnen. Der Red-Bull-Fahrer führte das Rennen vom Start bis ins Ziel an. Es war sein 73. Sieg in der Karriere und sein erster Grand-Prix-Sieg auf dem Marina Bay Street Circuit. Zweiter wurde Charles Leclerc im Ferrari mit 7,335 s Rückstand, Kimi Antonelli im Mercedes komplettierte das Podium. Mit Platz drei baute der Italiener seine Führung in der Weltmeisterschaft aus.
Start und Duell mit Leclerc
Verstappen ging von der Pole Position ins Rennen. Er hatte sie wenige Stunden nach seinem Sieg im verregneten Sprint herausgefahren, es war seine erste Pole Position in Marina Bay. Das Rennen über 62 Runden fand bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit unter Flutlicht statt.
Erwartet wurde ein Rennen mit einem Boxenstopp. Das Feld teilte sich gleichmäßig auf Weichreifen und Medium-Reifen auf. Verstappen startete auf Weichreifen, Lewis Hamilton von Startplatz drei auf Medium-Reifen. Leclerc kam von Startplatz zwei gut weg, doch Verstappen zog zu ihm herüber und behauptete die Führung in der ersten Kurve.
Der Ferrari hielt sich zunächst dicht hinter dem Red Bull. Leclerc lag 0,6 s hinter dem Spitzenreiter und konnte damit den Overtake Mode nutzen. Zu Beginn der 7. Runde wuchs der Abstand wieder. Nach mehr als zehn Runden betrug er 0,8 s, in Runde 15 bereits 2,6 s.
In der ersten Runde fuhren Lando Norris und Oscar Piastri eng beieinander, vermieden diesmal aber die Kollision, zu der es zwischen den beiden im Sprint gekommen war.
Boxenstopp und Funkprobleme bei Red Bull
„Wenn wir das weiter ausbauen können, hilft das unserer Sache nur“, hörte Verstappen am Funk. Die Boxenstopp-Phase zur Rennmitte änderte an der Spitze nichts. Der Niederländer wechselte zügig von Weichreifen auf Medium-Reifen und blieb in Führung.
Red Bull hatte im Rennen Probleme mit dem Funk, das Team musste mit Verstappen über die Boxentafel kommunizieren. Der Niederländer erreichte das Ziel nach 1:42:00,785 Stunden und holte 25 Punkte.
VSC und Feuer am Audi von Bortoleto
Ein virtuelles Safety Car (VSC) wurde ausgelöst, als Gabriel Bortoleto in der Nähe der Boxenausfahrt von der Strecke abkam. Sein Audi hatte vermutlich einen Getriebeschaden. Das VSC endete, als das Auto in die Boxengasse geschoben worden war.
Kurz darauf fing Bortoletos Audi Feuer. Die Streckenposten löschten den Brand, die Boxeneinfahrt war kurzzeitig gesperrt. Ebenfalls schieden Lance Stroll im Aston Martin, vermutlich wegen der Kupplung, und Franco Colapinto im Alpine nach einem Defekt am Antriebsstrang aus. Alex Albon gab in der Schlussphase auf, wurde aber als 18. gewertet.
Ferrari-Strategie und Platz sechs für Hamilton
„Ich denke, Plan C und das Gegenteil von Red Bull“, funkte Leclerc. Das Team teilte Hamilton mit, dass er für Plan C schneller fahren müsse. Der Brite antwortete, er habe keine Reserven mehr. Daraufhin hieß es, Plan B könne die bessere Wahl sein.
Hamilton kam in Runde 19 zum Boxenstopp. Er kehrte auf frischen Weichreifen als Siebter auf die Strecke zurück, hinter Liam Lawson von Racing Bulls, den er in Runde 21 überholte. Den größten Teil des Rennens lag Hamilton auf Platz drei, wurde am Ende aber noch von Antonelli, Norris und Piastri überholt. Er wurde Sechster und entschuldigte sich für die Strategie.
Leclerc verteidigte Platz zwei und fuhr die schnellste Rennrunde. Norris wurde Vierter mit 40,506 s Rückstand, Piastri Fünfter mit 49,644 s Rückstand.
Aufholjagden von Russell und Hadjar
George Russell war wegen einer Motorstrafe auf Startplatz 19 zurückversetzt worden. In Runde 5 lag er bereits auf Position 15, in Runde 15 auf Position 12. Später griff er Esteban Ocon beim Anbremsen von Kurve 16 innen an und nahm ihm Platz elf ab. Im Ziel war Russell Neunter.
Isack Hadjar war wegen Problemen am Auto in Q1 ausgeschieden. Nach dem Einbau zusätzlicher Komponenten der Antriebseinheit startete er aus der Boxengasse. In der Schlussphase überholte er Pierre Gasly und holte als Zehnter den letzten Punkt. Siebter wurde Lawson, Achter Nico Hülkenberg im Audi.
Antonellis Vorsprung in der WM
Vor dem Start arbeiteten die Mercedes-Mechaniker an den Bremsen von Antonellis Auto, das auf Startplatz vier stand. Das Problem schien vor dem Erlöschen der Ampeln behoben. Norris beschwerte sich über Antonellis Ausflüge neben die Strecke. Das Team informierte den Italiener über zwei Verstöße gegen die Streckenbegrenzung in Kurve 2. In Runde 24 holte sich Antonelli Medium-Reifen und kehrte als Sechster auf die Strecke zurück.
Platz drei mit 24,573 s Rückstand brachte Antonelli 15 Punkte. Er hat nun 340 Punkte und führt die Wertung mit 102 Punkten vor Russell an, der auf 238 Punkte kommt. Verstappen holte in Singapur mit Sprint und Rennen die vollen 33 Punkte. Es war sein zweiter Grand-Prix-Sieg in Folge.
Nächster Lauf ist der Große Preis der USA in Austin. Dort kann sich Antonelli den WM-Titel sichern.
