Kimi Antonelli krönt sich in Mexiko zum F1-Weltmeister 2026

2026-11-02
Kimi Antonelli krönt sich in Mexiko zum F1-Weltmeister 2026

Foto: Getty Images / Red Bull Content Pool

Kimi Antonelli ist Formel-1-Weltmeister 2026. Beim Großen Preis von Mexiko, dem 19. Lauf der Saison am 1. November 2026, ging der Mercedes-Fahrer von Startplatz 4 ins Rennen und kam als Dritter ins Ziel. Für den Titel hätte ihm bereits Platz neun gereicht. Am Tag seines Triumphs war er 20 Jahre und 68 Tage alt und ist damit der jüngste Weltmeister in der Geschichte der Serie. Das Rennen gewann Max Verstappen im Red Bull mit 0,799 s Vorsprung auf Lewis Hamilton im Ferrari.

Der jüngste Weltmeister der F1-Geschichte

Antonelli führt die Fahrerwertung mit 380 Punkten an. Der Italiener holte den Titel in seiner zweiten Formel-1-Saison und folgt auf Lando Norris von McLaren.

Leclercs Strafe und die Boxenstopps in Runde 27

Die Pole Position hatte sich Hamilton gesichert, neben ihm stand George Russell in der ersten Startreihe. In der Anfangsphase führte jedoch Charles Leclerc. Der Ferrari-Fahrer erhielt für sein Verhalten beim Start eine 5-Sekunden-Strafe.

In Runde 6 schied Fernando Alonso im Aston Martin aus. Eine Runde später wurde sein Teamkollege Lance Stroll angewiesen, sein Auto abzustellen, was ein virtuelles Safety Car (VSC) auslöste.

Über die Führung entschieden die Boxenstopps. Leclerc kam am Ende der 27. Runde an die Box, Verstappen direkt nach ihm. Bevor die Ferrari-Mechaniker an Leclercs Auto arbeiten durften, musste dieser seine Strafe absitzen. So übernahm Verstappen die Spitze.

Rote Flagge und Neustart über die Sprintdistanz

Antonelli schonte im ersten Teil des Rennens seine Weichreifen und fuhr mehr als 40 Runden darauf. Dann wurde das Rennen mit der roten Flagge unterbrochen: Valtteri Bottas war nach einem technischen Defekt in Kurve 1 in die Barrieren eingeschlagen. Bis zum Ziel blieben noch 24 Runden, also die Distanz eines Sprints.

Während der Unterbrechung zogen alle Fahrer Weichreifen auf. Damit verlor Mercedes den Reifenvorteil, den Antonelli sich zuvor erarbeitet hatte.

Nach dem Neustart setzte sich Verstappen in einem engen Duell gegen Hamilton durch. Vierter wurde Leclerc, der trotz eines Bremsplattens (Flat-Spot) am linken Vorderreifen Norris hinter sich hielt. Russell kam als Sechster ins Ziel.

Strafen nach dem Rennen veränderten das Ergebnis noch: Beide Alpine-Fahrer, Franco Colapinto und Pierre Gasly, verloren ihre Punkteplatzierungen.

Die WM-Wertung nach dem Großen Preis von Mexiko

Hinter Antonelli liegt in der Fahrerwertung Verstappen mit 261 Punkten, Dritter ist Hamilton mit 259 Punkten. Russell, vor der Saison der Favorit, hätte in Mexiko gewinnen müssen, um seine Titelchance zu wahren. Nach Platz sechs fiel er auf den vierten Rang zurück und liegt 130 Punkte hinter Antonelli.

In der Konstrukteurs-WM steht Ferrari bei 504 Punkten. Mit den Punkten für Hamiltons zweiten und Leclercs vierten Platz verkürzte das Team den Rückstand auf Mercedes auf 126 Punkte.

So reagieren die Konkurrenten auf Antonellis Titel

„Das im zweiten Jahr in der F1 zu schaffen, ist immer sehr beeindruckend. Gerade in seinem Alter: so solide zu sein, keine großen Fehler zu machen und dazu noch den erfahrenen Teamkollegen zu schlagen“, sagte Verstappen. Hamilton ergänzte, mit Antonelli bei dessen erstem Titel auf dem Podium zu stehen, sei „einer der besondersten Momente“ gewesen, an die er sich in Mexiko erinnere.

„Er hat alle anderen alt aussehen lassen. Er hat hart gearbeitet, um zu verstehen, wie man dieses Auto fährt, und er hat es besser ausgenutzt als jeder andere“, sagte Norris. Der McLaren-Fahrer fügte hinzu, er freue sich, dass seine Startnummer eins an Antonelli übergehe.

Oscar Piastri räumte ein, dass der diesjährige Titelkampf nicht so eng gewesen sei wie der von 2025, an dem er selbst beteiligt war. Nach seiner Einschätzung habe Mercedes Antonelli das Auto und die Unterstützung gegeben, den Rest habe der Italiener selbst erledigt.

„Ich halte mich für jung, aber wenn ich ihn ansehe, ist er noch jünger. Und seine Eltern unter dem Podium so bewegt zu sehen, ist ein schönes Bild“, sagte Leclerc. Carlos Sainz fasste die Saison des Weltmeisters so zusammen: „Er hat eine perfekte erste Saisonhälfte hingelegt, dominiert und dann die zweite Hälfte kontrolliert, und genau das muss ein Weltmeister tun.“

Colapinto hob Antonellis Konstanz hervor und dass er die Weltmeisterschaft vom ersten Rennen an angeführt habe. Gabriel Bortoleto erinnerte daran, gegen wen Antonelli um den Titel gekämpft hatte. „Stellt euch vor, um eine F1-Weltmeisterschaft gegen Russell, Max, Lewis zu kämpfen, gegen all diese Weltmeister mit so viel Erfahrung. Und der Junge ist nicht eingeknickt“, sagte der Brasilianer.

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