Isack Hadjar bleibt 2027 bei Red Bull an Verstappens Seite

2026-09-23
Isack Hadjar bleibt 2027 bei Red Bull an Verstappens Seite

Red Bull geht mit derselben Fahrerpaarung wie 2026 in die Saison 2027: Neben Max Verstappen, der seinen Vertrag kürzlich bis 2030 verlängert hat, fährt weiterhin Isack Hadjar. Die Nachricht kam in der Woche, in der der Franzose ins Renngeschehen zurückkehrt. An diesem Wochenende sitzt er in Baku nach drei verpassten Rennen wieder im Cockpit. Teamchef Laurent Mekies begründet die Entscheidung mit dem, was der 21-Jährige seit dem ersten Wochenende in Melbourne gezeigt hat.

Was Red Bull bekannt gegeben hat

Das Team verkündete die Entscheidung am 23. September 2026. Hadjar hat eine Vertragsverlängerung unterschrieben und bestreitet damit seine zweite Saison für den Rennstall aus Milton Keynes an der Seite des viermaligen Weltmeisters.

„Wir freuen uns sehr, den gemeinsamen Weg mit Isack fortsetzen zu können. Seit er zu Beginn des Jahres zu uns gekommen ist, macht er auf und neben der Strecke einen hervorragenden Job, zumal es erst seine zweite Saison in der Formel 1 ist. Die Vertragsverlängerung war deshalb eine leichte Entscheidung“, sagte Teamchef Laurent Mekies.

Mekies ergänzte, der Franzose habe von Anfang an jede Minute mit den Ingenieuren in der Fabrik verbracht und an der Weiterentwicklung des Autos gearbeitet. „Schon nach dem ersten Wochenende in Melbourne war zu sehen, dass er diesen Schritt mit bemerkenswerter Ruhe bewältigt und sich diesen Platz verdient hat“, sagte er.

Hadjars Weg ins zweite Red-Bull-Cockpit

Hadjar gehört seit 2022 zum Red Bull Junior Team. Red Bull begleitete ihn durch die Formel 3 und die Formel 2, wo er 2024 ein enges Titelduell gegen Gabriel Bortoleto verlor.

Aus der Rolle des Ersatzfahrers wechselte er für die Saison 2025 zu Racing Bulls. In seinem Debütjahr holte er in Zandvoort den ersten Podestplatz seiner Karriere. 2026 ersetzte er Yuki Tsunoda im Red-Bull-Hauptteam.

Das zweite Red-Bull-Cockpit wechselte in den vergangenen Jahren häufig den Besitzer. 2024 verlängerte das Team den Vertrag von Sergio Pérez um zwei Jahre, ersetzte ihn nach der Saison aber durch Liam Lawson. Lawson hielt sich Anfang 2025 nur zwei Rennen, sein Nachfolger Yuki Tsunoda beendete die Saison 2025 mit dem größten Punkterückstand auf einen Teamkollegen in der Geschichte der Formel 1.

Hadjars Saison 2026 in Zahlen

Trotz drei verpasster Rennen liegt Hadjar mit 71 Punkten auf Platz 8 der Fahrerwertung. Seinen ersten Podestplatz für Red Bull holte er in Monaco, bei seinem sechsten Start für das Team. Das Ergebnis wurde ihm zunächst aberkannt und später in einem langwierigen Berufungsverfahren um eine Strafe gegen Pierre Gasly wieder zugesprochen.

Außerdem kam der Franzose siebenmal in Folge unter den ersten sechs ins Ziel. Motorsport.com betont, dass ihm das mit einem Auto gelang, das über weite Teile der Saison das dritt- oder viertschnellste im Feld war.

Vor seiner Verletzung hatte Hadjar 71 Punkte, Verstappen 109. Nach drei weiteren Rennen steht der Niederländer bei 145 Punkten. The Race zufolge ist Hadjar wahrscheinlich näher an Verstappen dran als jeder andere Teamkollege des Niederländers seit Daniel Ricciardo. Laut derselben Quelle half ihm dabei allerdings, dass das Feld mit den neuen Autos und Antriebseinheiten für 2026 enger zusammengerückt ist.

Rückkehr in Baku nach Handgelenkbruch

Wegen eines Handgelenkbruchs verpasste Hadjar den Großen Preis der Niederlande in Zandvoort, den Großen Preis von Italien in Monza und den Grand Prix in Madrid. Sein letztes Rennen vor der Verletzung fuhr er beim Großen Preis von Ungarn im Juli 2026, beim Großen Preis von Aserbaidschan in Baku steigt er wieder ins Auto. Laut einer Schlagzeile von RaceFans räumt der Franzose ein, dass das Handgelenk noch eine Weile schmerzen wird.

„Die Zeit seit der Verletzung war für Isack schwierig, aber diese Verlängerung zeigt, wie sehr wir an ihn glauben, und wir können es kaum erwarten, ihn wieder auf der Strecke zu sehen“, sagte Mekies.

„Seit ich den Vertrag unterschrieben habe, habe ich mich entschieden, mich voll und ganz dem Team zu widmen, und dank der Unterstützung von Laurent und allen in Milton Keynes konnte ich das Vertrauen rechtfertigen, das man mir entgegengebracht hat“, sagte Hadjar. Neben einem viermaligen Weltmeister wie Max zu fahren, sei ein Privileg, erklärte er. Jeden Tag versuche er zuzuhören, zu lernen und seine eigenen Grenzen zu verschieben.

Folgen für Lawson und Racing Bulls

Mit Hadjars Verbleib ist für Liam Lawson der Weg ins Red-Bull-Hauptteam für 2027 versperrt. Lawson fährt für Racing Bulls, das seine Fahrerpaarung für die kommende Saison noch nicht bestätigt hat.

Laut The Race gilt Neuling Arvid Lindblad als so gut wie sicher für einen Verbleib im Team. Lawson hat sich als Ersatz für Hadjar gut geschlagen und eine starke Saison hinter sich, deshalb gilt er als Favorit darauf, sein Cockpit zu behalten. Red Bull hat mit dem Junior Nikola Tsolov allerdings noch einen weiteren Kandidaten in der Hinterhand: Er kämpft in der Formel 2 um den Titel und wartet auf sein Debüt in der Formel 1.

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