Die Saison 2026 hat nicht nur das Reglement umgeschrieben, sondern auch den Kleiderschrank. Innerhalb eines Jahres hat McLaren den Vertrag mit Castore ein Jahr früher beendet und ist zu PUMA gewechselt, Williams hat sich nach Jahren mit PUMA an New Era gebunden, und adidas hat neben Mercedes noch Audi dazugenommen. Das Ergebnis: elf Teams, sechs Marken. Die Startaufstellung sieht anders aus als vor einem Jahr.
F1-Kollektionen 2026 – wer kleidet welches Team ein
Fangen wir beim Konkreten an, denn hier hat sich am meisten bewegt. Die Tabelle zeigt den Stand der Saison 2026 nach allen Bekanntgaben.
| Team | Bekleidungspartner | Status 2026 |
|---|---|---|
| Ferrari | PUMA | läuft seit 2005 |
| McLaren | PUMA | neu, vorher Castore |
| Aston Martin | PUMA | Fortsetzung |
| Red Bull Racing | Castore | Fortsetzung |
| Alpine | Castore | Fortsetzung |
| Haas | Castore | neu, Mehrjahresvertrag |
| Mercedes | adidas | zweites Jahr |
| Audi | adidas | neu, Team-Debüt |
| Williams | New Era | neu, vorher PUMA |
| Racing Bulls | HUGO BOSS | Fortsetzung |
| Cadillac | Tommy Hilfiger | neu, Team-Debüt |
Drei Marken bedienen jeweils zwei oder drei Teams: PUMA, Castore und adidas. Die anderen drei Linien sind Einzelprojekte mit eigener Handschrift. Für den Einkauf ist das praktisch: Wer den PUMA-Schnitt aus der Ferrari-Kollektion kennt, weiß ungefähr, was ihn bei McLaren erwartet.
Teamwear, Fanwear, Replika – wo der Unterschied liegt
Fanwear ist die Linie für die Tribüne. T-Shirts, Hoodies und Caps mit Team- oder Fahrer-Logo, aus normalen Textilien, gemacht für den Alltag. Hier ist die Auswahl am größten.
Teamwear orientiert sich an dem, was Mechaniker und Ingenieure an der Box tragen: technische Polos, Softshell-Jacken, Cargohosen. Technische Materialien, mehr Stickerei, mehr Details. Die Preise ziehen entsprechend an. Zum Vergleich: Das Aston-Martin-Polo kommt rund ein Viertel günstiger als das Ferrari-Pendant – gleiche Marke, anderer Preis.
Replika liegt dazwischen. Sieht aus wie Teamkleidung, aber Schnitt, Material und Verarbeitung sind vereinfacht.
Fahrer-Kollektionen sind ein Kapitel für sich. Linien mit dem Namen eines Fahrers sind grafisch mutiger und tragen weniger Sponsorenlogos. Die Nummer 1 von Lando Norris, auf die er als Weltmeister Anspruch hat, verkauft sich anders als gewöhnliche McLaren-Fanwear.
PUMA: Ferrari, McLaren und Aston Martin
PUMA geht mit drei Teams und der stärksten Position im Fahrerlager in die Saison. Die Zusammenarbeit mit der Scuderia läuft seit 2005 und ist die längste ihrer Art in der Formel 1. Die diesjährige Linie setzt Weiß gegen das bekannte Rot, passend zu den weißen Flächen am SF-26. Neben der Replika gibt es eine Off-Duty-Kollektion im Baseball-Look, getragen von Lewis Hamilton und Charles Leclerc.
Das Rot der Scuderia funktioniert von Singapur bis São Paulo, und genau das ist der Vorteil dieser Kollektion. Wer eine Marke sucht, die auch außerhalb des Rennwochenendes trägt, fängt meistens hier an.
McLaren bei PUMA – der teuerste Wechsel des Jahres
Das war der lauteste Umzug der Winterpause. McLaren hatte 2022 einen Fünfjahresvertrag mit Castore unterschrieben, laut Berichten rund 30 Millionen Pfund pro Jahr, Laufzeit bis Ende 2026. Woking hat ihn ein Jahr früher beendet. Der neue Vertrag umfasst nicht nur die Formel 1, sondern auch Arrow McLaren in der IndyCar-Serie, beide F1-Academy-Einsätze, das Sim-Racing-Team und ab 2027 das WEC-Programm.
Für Fans ist das ein Gewinn. Castore stand in der Kritik: zu viele Logos, zu wenig Alltagstauglichkeit. Ein Teil der Anhänger griff deshalb lieber zu McLaren-Teilen von Modemarken aus der Innenstadt. PUMA kam mit Hoodies in Papaya, Caps und McLaren-Varianten des Speedcat – Sachen, die man am Dienstag anziehen kann. Dazu ein Grafik-Shirt für Norris als frischgebackenen Weltmeister.
McLaren zielt klar auf jüngere Käufer, und das Verhältnis von Preis zu Optik gehört zu den besten im Feld.
Aston Martin – PUMAs drittes Team und das ruhigste Design
Aston Martin geht den umgekehrten Weg. Die PUMA-Linie für den Rennstall aus Silverstone verzichtet auf farbige Akzente, reduziert Sponsorenlogos auf ein Minimum und überlässt alles dem British Racing Green. Die Zurückhaltung zahlt sich aus: Das Grün trägt den Auftritt, und das dezente Logo auf den Caps wirkt eher wie gute Freizeitkleidung als wie ein Rennsport-Artikel.
Dazu kommt HUGO BOSS, das bei Aston Martin separat für Lifestyle-Kollektionen zuständig ist. Fernando Alonso und Lance Stroll tragen die Teamversionen. Diese Kollektion schafft den Weg von der Tribüne ins Büro ohne Umziehen.
Castore: Red Bull Racing, Alpine und Haas
Castore hat trotz des McLaren-Verlusts drei Teams gehalten. Ersatz kam über einen Mehrjahresvertrag mit Haas, der Bekleidung und Vertrieb umfasst. Red Bull Racing und Alpine sind der Marke aus Manchester treu geblieben.
Red Bull setzt in dieser Saison stärker auf Dunkelblau, was zum Technikpartner Ford passt. Max Verstappen fährt mit der Nummer 3, seit die Eins bei Norris liegt. Neuer Teamkollege ist Isack Hadjar. Die Castore-Linie für Red Bull gilt als sehr sachlich und logolastig, aber die Marke fährt regelmäßig Rabattaktionen – bei knappem Budget ein echtes Argument.
Alpine bleibt bei Blau und Pink, der auffälligsten Farbentscheidung im Feld. Die Shirts sind schlicht gehalten, mit schmalen pinken Akzenten. Diese Kollektion polarisiert. Haas trägt bei Castore Schwarz mit roten Schulterakzenten und monochromen Sponsoren, was zur Lackierung 2026 überraschend gut passt. Am Steuer sitzen Esteban Ocon und Ollie Bearman.
adidas: Mercedes und Audi
Für den deutschen Markt ist das die interessanteste Konstellation der Saison: zwei deutsche Teams, eine deutsche Marke. adidas kam über Mercedes in die Formel 1, übernommen von PUMA, und hat 2026 Audi dazugeholt.
Die Kollektion für die Silberpfeile läuft im zweiten Jahr und ist seit dem 15. Januar 2026 im Handel. Die Fahrer-Trikots tragen einen Hexagon-Print über die ganze Fläche und CLIMACOOL, dazu kommen Schuhe, darunter ein Ultraboost 5 mit türkiser Ferse, die in Schwarz ausläuft. Eine Sache ist beim Kauf wichtig: Hauptfarbe der Mercedes-Kollektion ist inzwischen Schwarz, nicht Silber.
George Russell und Kimi Antonelli bilden das aktuelle Fahrerduo. Wer Fahrerteile sucht, achtet also auf ihre Namen und nicht auf die Nummer 44 – die ist mit Hamilton zu Ferrari gegangen.
Audi hat von adidas eine Kollektion rund um Grautöne bekommen, mit den Ringen und Revolut als Sponsor. Der monochrome Auftritt wirkt sauber, das Sortiment ist noch schmaler als bei Ferrari oder Red Bull, weil das Team sein Merchandising nach dem Übergang von Sauber erst aufbaut. Das mutigste Detail hat sich Audi für die Strecke aufgehoben: rote Rennschuhe. Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto fahren das Team in seine erste Saison.
New Era, HUGO BOSS und Tommy Hilfiger – drei Einzelfälle
Williams hat etwas gemacht, das es so noch nicht gab. New Era, die Marke aus Buffalo, bekannt für Caps, kleidet zum ersten Mal in ihrer 105-jährigen Geschichte ein Team komplett ein, bei allen 24 Rennen. Die Kollektion kam am 21. Januar 2026 in den Handel und reicht von Regenjacken, Steppjacken und Westen bis zur Varsity-Jacke. Dazu eine breite Cap-Palette: 9FORTY, 9FIFTY Snapback, Trucker, Bucket Hat, Beanie und die 59FIFTY. Die Grafiken sind von Reifenspuren in schnellen Kurven inspiriert. Alex Albon und Carlos Sainz tragen die Kampagne.
Racing Bulls ist bei HUGO BOSS geblieben und bleibt das Team, das das Fahrerlager am ehesten mit Kollaborationen und Sonderlackierungen überrascht. Die Linie ist schärfer geschnitten und zielt auf jüngere, modeaffine Käufer.
Cadillac ist mit Ansage gestartet. Das Auto wurde während des Super Bowl gezeigt, die Bekleidung verantwortet Tommy Hilfiger – ein klarer Verweis auf die amerikanische Herkunft des Teams. Das Sortiment ist noch überschaubar, das Interesse an der ersten Cadillac-Kollektion in der Formel 1 dafür groß.
Welche F1-Kollektion 2026 passt zu dir
Ein Klassiker, den jeder erkennt? Ferrari. Das Rot funktioniert überall, das Sortiment ist das breiteste im Feld.
Zurückhaltung und dunkle Farben? Mercedes von adidas oder Aston Martin von PUMA. Beide halten die Logos klein und funktionieren außerhalb des Rennwochenendes.
Streetwear? McLaren in der PUMA-Version, vor allem die Norris-Teile. Oder Williams von New Era mit der Varsity-Jacke und der großen Cap-Auswahl.
Bestes Preis-Optik-Verhältnis? Aston Martin – das Polo kommt deutlich günstiger als das Ferrari-Pendant, obwohl beide von PUMA stammen. Die Rabattaktionen von Castore bei Red Bull, Alpine und Haas lohnen sich ebenfalls.
Sammlerwert? Audi oder Cadillac. Ein Teil aus der Debütsaison einer Marke wird nach ein paar Jahren interessant.
Das erste offizielle F1-Shirt? Haas oder Racing Bulls. Volle Lizenz, vernünftiger Preis, kein Aufschlag für den Markennamen.
FAQ – F1-Kollektionen 2026
Welche Marke kleidet welches Team ein?
PUMA: Ferrari, McLaren, Aston Martin. Castore: Red Bull Racing, Alpine, Haas. adidas: Mercedes, Audi. New Era: Williams. HUGO BOSS: Racing Bulls. Tommy Hilfiger: Cadillac.
Teamwear oder Fanwear?
Fanwear ist Fankleidung aus normalen Textilien für den Alltag. Teamwear kopiert die Boxenkleidung: technische Materialien, mehr Details, höhere Preise. Replika liegt dazwischen.
Wie finde ich die richtige Größe?
Immer nach der Größentabelle des konkreten Artikels, nicht nach der allgemeinen Größe der Marke. PUMA fällt an den Schultern schmaler aus, Castore etwas weiter. Im Zweifel eine Nummer größer.
Gibt es Damen- und Kinderkollektionen?
Ja. New Era hat die Williams-Linie in Herren- und Damenschnitten aufgelegt, adidas führt Damenlinien für Mercedes. Kinderkollektionen umfassen meist T-Shirts und Caps.
Wo kaufe ich offizielle F1-Kleidung 2026?
In den Team-Shops, bei den Bekleidungsmarken selbst und im F1 Store. Bei Top Racing Shop findest du die Kollektionen mehrerer Teams an einer Stelle, mit Versand innerhalb Europas.
Die Saison 2026 hat aus der Formel 1 den spannendsten Bekleidungsmarkt im Sport gemacht. McLaren bei PUMA, Williams bei New Era, dazu Audi und Cadillac mit Entwürfen von der weißen Seite. Und Fans, die nicht mehr nur Farben kaufen, sondern einen Look. Ob Ferrari-Rot, Audi-Grau, McLaren-Papaya oder das Grün von Aston Martin: Vergleiche vor dem Kauf die Schnitte und die Größentabellen.

